Aktuelle Meldung

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Große Pilgerzeit in St. Matthias

Fast 1800 Pilger am Sonntag erwartet

Von Weitem begrüßt die neue blau-rote Mattheiser Fahne vom Kirchturm in diesem Jahr tausende von Fußpilgern, die sich auf dem Weg zum Apostelgrab gemacht haben. In den zwei Wochen vor und nach Pfingsten ist die Hauptpilgerzeit zum Hl. Matthias. Allein an diesem Sonntag kommen rund 1800 PilgerInnen zum großen Wallfahrtsgottesdienst unter freiem Himmel um 10.00 Uhr auf den Freihof der Abtei.

„Das ganze Jahr über kommen Pilger nach St. Matthias. Seit Jahrhunderten sind aber die Wochen zwischen Ostern und Pfingsten die eigentliche Pilgerzeit. Der Schwerpunkt liegt auf den Tagen vor dem Pfingstfest. In den letzten Jahren sind die Zahlen der Pilger aus den St. Matthias-Bruderschaften und anerkannten Pilgergruppen nahezu konstant geblieben. Im ganzen Jahr sind es etwa 7000 Fußpilger; davon kommen 4500 in der österlichen Pilgerzeit.“ Erklärt Bruder Athanasius. Er ist der zuständige Pilgerpfarrer der Abtei:

„Den besonderen Charakter erhalten diese Pilgerfahrten durch die Bruderschaften und eingetragenen Pilgergruppen. Sie sind normalerweise mehrere Tage zu Fuß unterwegs. Gebete und Gottesdienste, Zeiten der Besinnung und überlieferte Rituale geben dem Pilgern einen eindeutig religiösen Charakter. Auch wenn die Bruderschaften über die Gestaltung selbst entscheiden, wird in jedem Jahr ein Thema angeboten. In diesem Jahr ist das Stichwort „Vertrauen“. Es geht um die Bedeutung des Vertrauens in den zwischenmenschlichen Beziehungen und im Verhältnis zu Gott und zu Jesus Christus. Die Worte Jesu: „Kommt und seht!“, dienen als Anregung; denn Grundlage seines Wirkens war, dass er Menschen eingeladen hat, ihm und seinen Verheißungen zu vertrauen.

Die Matthiaspilger machen es sich mit dem Pilgerweg nicht leicht. Das Pilgern kostet Mühe. Es gibt lange Wegstrecken und bisweilen widrige Witterung. Damit stehen die Pilgerinnen und Pilger in einer uralten Tradition. Die selbst auferlegte Mühe ist ein Ritual, das sich in fast allen Religionen als Ausdruck der Verehrung Gottes findet; es gibt der Zuwendung zu Gott ein emotionales Gewicht. Darum ist das Ankommen in St. Matthias meistens von Freude getragen.

Außer den Bruderschaften kommen auch andere Gruppen und einzelne Pilgerinnen und Pilger, die sich von der Gestalt des Apostels Matthias anregen lassen. Sie begegnen in dieser Tradition Überzeugungen des frühen Christentums und elementare Ausdrucksweisen der Verehrung Jesu. So ist es nicht verwunderlich, dass zunehmend Seelsorgerinnen und Seelsorger mit Jugendlichen oder mit Firmbewerbern eine Pilgerfahrt unternehmen. Auch Lehrer kommen mit Schülergruppen. Solches Pilgern ist natürlich anders gestaltet als bei den Bruderschaften und findet zu anderen Zeiten statt. So kann man annehmen, dass die Basilika St. Matthias mit dem Schrein des Apostels auch künftig ein Ziel für Pilgerinnen und Pilger sein wird.“

 

 

11.05.2018 10:25 Alter: 9 Tage

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