Aktuelle Meldung

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MISEREOR Ausstellung in der Basilika St. Matthias

Kardinal Ouédraogo aus Burkina Faso zu Gast in St. Matthias

Armut und Hunger in der Welt – die Statistiken der letzten Jahre vermitteln den Eindruck, dass wir auf einem guten Weg sind. Dennoch ist es eine Tatsache, dass Hunger in vielen Ländern der Erde nach wie vor eine grausame Realität ist, denn auch heute hungern weltweit noch ca. 800 Millionen Menschen. Auch wenn damit der prozentuale Anteil hungernder Menschen an der Weltbevölkerung in zwei Jahrzehnten spürbar zurückgegangen ist, können und dürfen wir die Augen vor dieser Wirklichkeit nicht verschließen.

Auf den sieben Tafeln im rechten Seitenschiff der Basilika will die Ausstellung die Fakten und die Ursachen noch einmal bewusst machen. Dabei sind die Ursachen vielfältig: Naturkatastrophen, Klimaveränderungen, Kriege, politische Auseinandersetzungen, die Weltwirtschaftsordnung, eine fehlende Infrastruktur u.v.m. Letztendlich ist das Geflecht von Ursache und Folge oft dasselbe: Kein Wasser, kein Land, geringes Einkommen, zu wenig Bildungsmöglichkeiten.

Es wäre jedoch fatal, angesichts der oft mit Afrika in Verbindung gebrachten fünf K’s – Kriege, Krisen, Krankheiten, Korruption, Katastrophen - zu resignieren. Da gibt es auch die andere Seite. Und so werden auf 4 ausgewählten Tafeln ( im linken Seitenschiff ) Lösungswege und Strategien gegen den Hunger, gegen die Not aufgezeigt, denn die Misereor-Fastenaktion 2017 will ja gerade den Blick verändern, das Positive herausstellen, Mut machen.  Auf einer „Ideenwiese“ wird dazu eingeladen, eigene Wünsche, Vorstellungen, Vorschläge im Blick auf eine bessere, eine gerechtere Welt „erblühen“ zu lassen.

Den Abschluss bildet das Misereor-Hungertuch 2017 mit dem Motto „Ich bin, weil du bist“. Stellen wir den fümf K’s doch einfach einmal fünf V’s entgegen: Vielfalt, Vertrauen, Verbundenheit, Verantwortung, Visionen, ganz im Sinne des Leitmotivs der Fastenaktion: „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“

Seit dem gemeinsamen Gottesdienst mit Kardinal Philippe Ouédraogo am Aschermittwoch ist diese Ausstellung zu sehen. In seiner Predigt hatte sich Kardinal Philippe u.a. für die von ihm so empfundene Ehre bedankt, den Beginn der Fastenzeit gemeinsam mit den Gläubigen in St. Matthias erleben zu dürfen, sowie in besonderer Weise für die von den Menschen in Burkina Faso hoch geschätzten Initiativen von Misereor im Rahmen der diesjährigen Fastenaktion, die für die Menschen in seiner Heimat von unschätzbarem Wert seien. Außerdem betonte er den besonderen Wert der Fastenzeit als einer Zeit der „Umkehr der Herzen“, als eine „Zeit der Rückkehr zu Gott“, die ihren Ausdruck in der besonderen Wertschätzung der drei Formen „Gebet, Fasten und Almosen geben“ finde. (Text: Norbert Hellenthal/Fotos: Charly Ludwig)

07.03.2017 12:32 Alter: 54 Tage