Elemente des Tages

Unser Alltag wird durch eine feste Struktur gegliedert. Verschiedene Elemente finden sich über den Tag verteilt.

Gottesdienst

Die Basilika: Ort des gemeinsamen Gottesdienstes. Jede Epoche gab ihren Beitrag zu ihrer inneren und äußeren Gestalt. So erhielt der romanische Kernbau einen gotischen Chorabschluss und klassizistische Turmbekrönungen.

Die gemeinsame Liturgie hat zum Angelpunkt den Morgen - und Abendgottesdienst. Der morgendliche Gottesdienst heißt Matutin bzw. Laudes, der am Abend Vesper. An die werktägliche Vesper schließt sich ohne eigenen Wortgottesdienst die Eucharistiefeier an. Über den Tag hin gibt es zwei kurze gemeinsame Gebetszeiten (kleine Horen), nämlich das Mittagsgebet (Sext) und das Nachtgebet (Komplet).

Am Samstagabend und am Vortag hoher Feiertage feiern wir einen längeren Wortgottesdienst (Vigilien). Am Sonntagmorgen gestalten wir die Eucharistiefeier gemeinsam mit der Pfarrgemeinde.

Persönliches Gebet

In enger Beziehung mit den Vorvätern: In der Krypta der Kirche ruhen die ersten Trierer Bischöfe Eucharius und Valerius, die im 3. Jahrhundert hier wirkten. Zeugnisse der Bauten des 5., 10. und des frühen 16. Jahrhunderts prägen den Raum.

Damit das Leben des einzelnen in der Gemeinschaft nicht oberflächlich wird, braucht es neben der Mitfeier des gemeinsamen Gottesdienstes auch Zeiten der persönlichen Zuwendung zu Gott (persönliches Gebet). Hierfür haben wir im Tagesablauf eine halbe Stunde zwischen der Sext und dem Mittagessen vorgesehen.
Es ist aber Sache jedes Einzelnen, wann er Zeiten der Sammlung und Stille, der Besinnung und des persönlichen Betens hält. 
Einmal im Monat kann er einen "stillen Tag" ganz dem Gebet und der Besinnung widmen.

Mahlzeiten

Zu gemeinsamen Mahlzeiten treffen wir uns am Mittag und am Abend. Beim Mittagessen haben wir Gespräch. Beim Abendessen schweigen wir und es wird aus Artikeln oder Büchern vorgelesen, die für alle von Interesse sind. An Sonn- und Feiertagen hören wir Musik.

Freizeit

Ausflug des Konvents

Auch so etwas wie Freizeit gibt es im Kloster. Um das Leben ganzheitlich zu gestalten, muss es Möglichkeiten geben, z.B. Musik zu machen, Sport zu treiben, Zeitungen und Bücher zu lesen oder sonst Dinge zu tun, die einem Spaß machen. Einen Teil unserer Freizeit verbringen wir gemeinsam, z.B. bei Spaziergängen und Besichtigungen. Hierher gehört auch das Feiern von Festen und nicht zuletzt das zwanglose Zusammensein bei einer Tasse Tee oder Kaffee. Die Erfahrung, bei anderen Menschen aufgehoben zu sein, ist auch auf diese Ebene angewiesen.

Einmal im Jahr machen wir auch Urlaub. Im Sommer fahren wir für drei Wochen - gleichzeitig, aber nicht unbedingt gemeinsam - in Erholung. Darüber hinaus machen wir gemeinsam Ausflüge bzw. Wandertage.

Arbeit

Zum Tagesablauf gehört selbstverständlich auch die Arbeit.